Mieten oder Kaufen – Was lohnt sich mehr?

Die Immobilienpreise sind in den letzten Jahren in solche Regionen vorgestoßen, dass sich viele potenzielle Käufer ihre Wunschimmobilie nicht mehr leisten konnten. Trotzdem behaupten beide Studien, es sei bundesweit deutlich günstiger zu kaufen, als zu mieten. Warum ist das so?

Erstens: Auch die Mietpreise sind stark gestiegen, nicht nur die Kaufpreise. Und zweitens sind die Zinsen stark gefallen. Und zwar so stark, dass eine Immobilie insgesamt in den letzten 13 Jahren in der Gesamtkostenrechnung nicht teurer geworden ist. Diesen Zinsvorteil genießen Mieter nicht. Immobilienpreise sind in Düsseldorf in den letzten 13 Jahren um rund 140% gestiegen, die Mieten um rund 50%. Trotzdem ist die Immobilie insgesamt in 2020 nicht teurer als 2007.

Was sind das eigentlich für Studien? Einmal hat sich das IW, das Institut der deutschen Wirtschaft in Köln damit beschäftigt und einmal das HWWI, also das Hamburgische Weltwirtschaftsinstitut. Das IW kommt zu dem Ergebnis, dass in 90% der Fälle in Deutschland kaufen die Miete schlägt, beim HWWI sind es allerdings nur 21%. Grund für die Differenz sind unterschiedliche Berechnungsmethoden, auf die wir hier nicht näher eingehen wollen.

Aber beide Ergebnisse sind recht eindeutig: Eigentümer zahlen im Schnitt 50% weniger als Mieter für’s Wohnen. Und: die Schere zwischen den Kosten für Selbstnutzer und den Kosten der Mieter hat sich im letzten Jahr noch einmal geweitet. Es sieht also ganz klar danach aus: Trotz hoher Immobilienpreise gilt bei niedrigen Zinsen weiter, dass Wohneigentum die beste Form der privaten Altersvorsorge ist.