Legen Sie ähnliche Maßstäbe an wie im Vorstellungsgespräch!

Eine Wohnungsbesichtigung sollte man ernst nehmen, so ernst wie ein Vorstellungsgespräch für Ihren Traumjob - Sie haben meist nur eine kurze Chance, den Immobilienmakler oder den Vermieter zu überzeugen!

Vergessen Sie die menschliche Ebene nicht!

Eine Wohnungsbewerbung und Vermietung spielt sich immer auf einer menschlichen Ebene ab, das sollten Sie nicht vergessen. Natürlich zählen auch harte nachweisbare Fakten, aber bei mehreren Kandidaten mit ähnlichen Rahmenbedingungen wird die Symphatie den ausschlaggebenden Punkt darstellen.

Das erste Gespräch mit dem Immobilienmakler!

Üblicherweise beginnt die Bewerbung mit einem ersten Telefonat mit dem Makler. Fragen Sie freundlich nach, ob die Wohnung noch frei ist und ob sich eine Besichtigung noch lohnt. Fragen Sie nach, welche Unterlagen Sie benötigen. Das sind für gewöhnlich Einkommensnachweise, eine Bürgschaftserklärung, Kopie vom Personalausweis und die Schufa-Auskunft.

Kommen Sie gut vorbereitet zum Termin!

Bringen Sie doch am besten alle Unterlagen mit. Falls Ihnen die Wohnung gefällt, bitten Sie den Makler direkt im Termin um eine Selbstauskunft. Füllen Sie diese noch vor Ort aus und händigen Sie Ihre Unterlagen zusammen mit der ausgefüllten Selbstauskunft aus. Nutzen Sie diesen Vorteil gegenüber Bewerbern, die noch keine Unterlagen haben. Der Zeitfaktor spielt hier eine nicht zu unterschätzende Rolle. Falls Sie keine Unterlagen haben, ist das noch kein Knockout-Kriterium, aber versprechen Sie, die Unterlagen schnellstmöglich nachzureichen - und machen Sie es dann auch!

Seien Sie pünktlich!

Hört sich eigentlich selbstverständlich an, wird oft jedoch nicht beachtet. In der Regel haben Sie eine bisher noch nicht getätigte Anreise zu der Wohnung. Bereiten Sie sich vor und planen Sie ein wenig Puffer für Unvorhergesehenes ein. Wer ohne Ankündigung und Entschuldigung 15 Minuten zu spät eintrudelt und in der Wohnung dann an allem etwas auszusetzen hat, wird sehr wahrscheinlich nicht zu den Favoriten des Immobilienmaklers aufsteigen.

Stellen Sie Fragen!

Doch bei der Besichtigung will sich ja nicht nur der Vermieter oder Immobilienmakler ein Bild von seinem künftigen Mieter machen. In erster Linie geht es auch darum, dass der Interessent einen Eindruck bekommt, ob die Wohnung als zukünftiges Zuhause infrage kommt. Bewerber sollten bei der Besichtigung daher genau überprüfen, ob die Wohnung für die eigenen Bedürfnisse geeignet ist. Wie viele Personen sollen hier leben, würden die Möbel in die Zimmer passen, sagt einem der Fußbodenbelag zu? Gut ist es, wenn Sie sich vorab genau Gedanken gemacht haben, welche Ansprüche und Wünsche Sie haben. Makler hören auch gerne Fragen, zum Beispiel, ob ein bestimmter Bodenbelag geändert werden darf. Wer Fragen stellt, beweist, dass er sich Gedanken gemacht hat und ehrlich interessiert ist.

Fällt die Antwort des Vermieters oder Maklers jedoch nicht so aus, wie Sie es gern gehabt hätten, nehmen Sie es gelassen hin und bleiben Sie positiv. Kleine Änderungen sind beim Vermieter oft noch durchzusetzen. Denken Sie aber daran, dass die Wohnung auch eben den Mietpreis hat, den Sie hat, und keinen höheren.

Nach dem Besichtigungstermin

Bevor man seine Unterschrift dann unter den Mietvertrag setzt, schläft man am besten noch eine Nacht über die gesehene Wohnung.Ein guter Immobilienmakler wird Sie niemals unter Druck setzen bei Ihrer Entscheidung! Diese Zeit haben Sie allemal. Möchten Sie die Wohnung gern haben, rufen Sie den Vermieter oder Immobilienmakler am nächsten Tag an und fragen nach, wie es mit seiner Entscheidung aussieht Bewerber können auch schon bei der Besichtigung erfragen, wann sie anrufen können. Eine gute Idee kann auch sein, dem Makler im Anschluss an die Besichtigung eine E-Mail zu schicken mit der Information, dass man sich sehr freuen würde, den Zuschlag zu bekommen.